Digitale Transformation erfolgreich gestalten

„Wir sehen heute nur einen Bruchteil dessen, was künftig möglich sein wird“

von Maren Otten am 13.06.18 14:03
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Marc Zenses von Kardex Remstar im Gespräch

Der Leiter des konzernweiten Product Management bei Kardex Remstar über die Bedeutung der Digitalisierung für das Portfolio-Management, veränderte Kundenwünsche und Prioritäten-Konflikte.

Zur Person

Marc Zenses, Kardex RemstarMarc A. Zenses verantwortet als Senior Director Application & Product Management bei der Kardex Remstar, einem weltweit führenden Anbieter von dynamischen Lagersystemen, das konzernweite Product Management. Zuvor war der leidenschaftliche Handballer als Leiter Marketing und Produktmanagement bei einem international tätigen Unternehmen der Werkzeugbranche sowie als Senior Sales Manager im Textilmaschinenbau in China und Süd-/Ostasien aktiv. Seit 2011 lehrt Marc Zenses als Gastdozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

 

Herr Zenses, vor welche Herausforderungen stellt Sie die digitale Transformation?

MARC ZENSES Die Herausforderung besteht darin zu evaluieren, was digitale Transformation überhaupt für uns, für Kardex Remstar, bedeutet: Was müssen wir tun, um der digitalen Transformation gerecht zu werden und sie für unsere Kunden in Nutzen zu verwandeln? Die Antwort auf diese Frage suchen wir täglich – und damit den optimalen Angriffspunkt, um die Digitalisierung für uns und unsere Kunden wirtschaftlich sinnvoll nutzbar zu machen.

 

Welche Chancen sehen Sie darin?

MARC ZENSES Die größte Chance ist, dass wir damit unserem Wettbewerb gegenüber ein Alleinstellungsmerkmal erzielen können. Denn je mehr es uns gelingt, digitale Lösungen in unser Produkt- und Lösungsangebot zu integrieren, umso mehr kommen wir den Wünschen unserer Kunden nach Vernetzung und Prozessoptimierung in ihrer Arbeitsumgebung entgegen.

 

Wie verändert das schon heute Ihren Alltag als Führungskraft und die Arbeit Ihrer Abteilung?

MARC ZENSES Auf zwei Arten. Zum einen müssen wir die Prioritäten in dem, was wir tun, stärker ausbalancieren: Wo setzen wir auf digitale Lösungen? Und wo investieren wir unsere Ressourcen in Maschinen- und Produkt-Feature-Entwicklung?

Zum anderen bedeutet das für das Team, sich ständig im Bereich Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung fortzubilden. Als Schnittstellenfunktion brauchen wir ein sehr viel weitergefasstes Wissen als noch vor einigen Jahren, um mit unseren Ansprechpartnern aus Software, Technik, Innovationsmanagement und Entwicklung Anforderungen und Kundennutzen zu diskutieren und zu definieren.

 

Was wird in Zukunft für erfolgreiches Produktmanagement wichtig sein?

MARC ZENSES Produktmanagement wird als Übersetzer und Koordinator zwischen dem, was die Technik ermöglicht, und dem, was der Markt will, zunehmend wichtiger. Es wird immer weniger um einzelne Produkte gehen, sondern um vernetzte Systeme aus Hardware, Software und Dienstleitung. Die Schwerpunkte in dem, was wir technisch zu definieren und zu koordinieren haben, werden sich künftig stark verändern.

 

Wie macht sich das heute schon bemerkbar?

MARC ZENSES Es geht mehr in Richtung Agilität. Die Art, wie wir heute an Produkten und Lösungen arbeiten, ist wesentlich dynamischer und pluralistischer. Nur so können wir der steigenden Komplexität und wachsenden Dynamik begegnen. Und ich glaube, dass wir heute nur einen Bruchteil dessen sehen, was künftig möglich sein wird. Damit werden Produkte und Lösungen mehrdimensionaler und das Spielfeld ist ein viel Größeres.

 

Welche Innovation hat Sie persönlich in letzter Zeit begeistert?

MARC ZENSES Weil ich ein Autonarr bin, begeistert mich die Elektromobilität, vor allem Tesla. Das ist Innovation aus dem Erkennen des Nutzens einer bestimmten Technik, um Kundenbedürfnisse zu befriedigen, die mit der Technik selbst wenig zu tun haben, sondern die in Richtung Umwelt, Digitalisierung und Mobilitätskonzepte gehen, Stichwort selbstfahrendes Auto. Da wird erkennbar, dass wir alle in wenigen Jahren im Auto sitzen und Zeitung lesen. Hoffentlich.

 

Themen: Digital-Strategie Unternehmenskultur Insider Produktmanagement

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